Meditation

  • "Viel wurde über Meditation geschrieben und gesagt, und doch braucht es Jahre, um ihr Wesen zu verstehen. Sie kann nicht gelehrt werden, so wie Schlaf nicht gelehrt werden kann. Man kann eine übergroße, körpergerechte Matratze haben, einen Raum mit Klimaanlage und in keiner Weise belästigt sein, und doch kommt der Schlaf nicht. Der Schlaf an sich liegt nicht im Einflussbereich des Menschen. Man fällt hinein. Auf dieselbe Weise kommt auch Meditation von selbst. Um den Geist ruhig zu machen und in die Stille zu gehen, ist tägliches Üben notwendig. Es gibt aber einige Schritte, die man auf dem Weg machen kann, um eine Grundlage zu schaffen und so den Erfolg zu sichern" (Meditation und Mantras, Swami Vishnu-Devananda)

 

  • Achtsamkeit ist von Augenblick zu Augenblick gegenwärtiges, nicht urteilendes Gewahrsein, kultiviert dadurch, dass wir aufmerksam sind. Achtsamkeit entspringt dem Leben ganz natürlich. Sie kann durch Praxis gefestigt werden. Diese Praxis wird manchmal Meditation genannt. Doch Meditation ist nicht das, was Sie denken.

    (Jon Kabat-Zinn)

 

 

Achtsamkeit

  • Achtsamkeit (Pali: sati, Sanskrit: smṛti) liegt als aufmerksamkeitsbezogene Haltung u.a. den meditativen Praktiken aller buddhistischer Traditionen, dem Raja-Yoga und grundlegend auch dem Hatha-Yoga zu Grunde.

  • In den verschiedenen spirituellen Traditionen werden die verschiedensten Methoden zur Meditation beschrieben. Auch das Ziel der Meditation scheint unterschiedlich. Ich meditiere nicht um Nirvana zu erreichen, auch Samadhi (überbewusster Zustand) ist nicht das Ziel meiner Praxis. Das Ziel ist nicht mehr und nicht weniger als die Befreiung vom Leiden. Und im besten Falle geschieht dies Abschichtslos. Konkret heißt das mein Leben ganz zu leben ohne Sklave zu sein von früheren, längst vergangenen Erfahrungen. Frei zu sein von äußeren, zumeist materiellen Abhängigkeiten die letztendlich und im besten Falle nur unzureichende und vergängliche Befriedigung und keine wirkliches Glück bringen. Meditation hilft mir so erst einmal "besser klar zu kommen" im Leben. Und schließlich "ganz" zu werden, zu "heilen", das "getrennt sein" auf zu heben. In diesem Sinne Liegt der Fokus in meiner eigenen Praxis und somit in der, die ich in Meditationskursen, -worshops, -retreats und auch im Sati-Yoga  vermitteln möchte in der Achtsamkeitspraxis (Achtsamkeit auf Körper, Gefühlen, Geistaktivität und Geistobjekten). Der Buddha-Dharma, insbesondere  Zen und Vipassana, ist neben dem Raja-Yoga nach Patanjali, das worauf ich mich hauptsächlich hierbei beziehe.

  • Achtsamkeit ist Präsent-Sein im gegenwärtigen Augenblick. Wahrzunehmen was „jetzt“ und „wirklich“ ist, möglichst ohne zu bewerten, zu kommentieren, zu vergleichen. Möglichst ohne Muster von „haben wollen“ und „nicht haben wollen“ und die dazugehörigen Agitations-Automatismen ablaufen zu lassen, jedoch im Zweifel auch diese dann einfach zu beobachten und anzunehmen, als das was sie „jetzt“ „wirklich“ sind.

  • Vertraut auch mit vedantischen und tantrischen Ansätzen und Methoden, ist das Üben des "reinen gewahr seins", des "achtsamen Verweilen im momentanen Augenblick", "absichtslos",  "ohne zu werten und zu komentieren", das was ich sowohl in der formellen Sitz- und Gehmeditionen als auch im alltäglichen Denken und Handeln kultlivieren möchte.

Wozu Achtsamkeit?

 

In einem Zustand von Achtsamkeit ist Ihre Wahrnehmung im gegenwärtigen Moment präsent. Man ist fokussiert statt gedanklich zerstreut und dennoch in einem Zustand der „offenen Weite“, indem Raum für alles ist ohne direkt etwas damit tun zu müssen.

Wenn du erkennst, was ist,kommst du zu einer inneren Klarheit.

Du erkennst was wirklich wichtig ist und kannst dem entsprechend entscheiden zu handeln, oder nicht zu handeln.

 


Positive Auswirkungen von Achtsamkeitspraxis kannst du so physisch und psychisch, in Alltagssituationen wahr nehmen: Da kehrt Ruhe ein, wo zuvor Hektik war und du erlebst vielleicht bewusst die Erkenntnis wahrzunehmen, was es zu ändern gilt, was nicht veränderbar ist und die Fähigkeit das eine vom anderen zu unterscheiden. Automatisches „Re-Agieren“ infolge unbewusster Handlungsmuster kann abgelöst werden von einem Raum der Achtsamkeit indem genügend Gleichmut herrscht um bewusste und „richtige“ Entscheidungen, bezüglich Denk- und Verhaltensweisen zu treffen. Die Folge sind unter anderem eine deutliche Stressreduktion, vegetative Funktionen kommen ins Gleichgewicht, ausgeglichene Stimmung, etc.

Achtsamkeitspraxis führt zu einer anderen Qualität des Erlebens der ganzheitlichen Körperwahrnehmung, des ganzheitlichen Atemgeschehens, mehr und mehr in allen Tätigkeiten, in Beziehungen und allen sozialen Interaktionen und sonstigen Handlungen.
Im Buddha-Dharma wie im Yoga verwurzelt, kann Achtsamkeit so ein weiteres Handwerkszeug sein, um den Herausforderungen in deinem Leben gelassener begegnen zu können und/oder dich dahin zu unterstützen mit „sich selbst“ intensiver in Kontakt zu kommen um somit auch bewusst als wichtigen Teil, oder gar als Basis eines spirituellen Weges zu dienen.

 



 

In Sati-Yoga Workshops, Seminaren, Retreats, etc. übst du so z.B.
- Achtsamkeit auf Körperwahrnehmung, Gefühle, Geist und Geistobjekte
- Atem-Achtsamkeit, Achtsamkeits-Meditation,
- Achtsames Gehen,
- Achtsames Essen,
- Achtsamkeit in sozialen Interaktionen (z.B. achtsames Sprechen)

 

- Achtsamkeitsübungen für den Alltag

 

- und nicht zuletzt Achtsamkeitspraxis im üben von Hatha-Yoga